Schülercoaches

Ein Projektbeispiel der Modellschule

Von Ursula Hartmann, veröffentlicht am 06.07.2015, Stand: 09.07.2015

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Von der Streitschlichtung zu den Schülercoaches

Rudi-Stephan-Gymnasium Worms

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Helfen statt wegschauen.

Yvonn Heilmann, Verbindungslehrerin

Anderen zu helfen damit sie in der Schule gut zurechtkommen ist mir wichtig.

Manuel Steinbach, Schülercoach

Erfahren Sie mehr über die Modellschule für Partizipation und Demokratie, an der dieses Projektbeispiel entstanden ist.

Projektübersicht

Unser Weg

  • Einführung der klassischen Streitschlichtung am RSG (nach dem Bensberger Mediationsmodell)
  • Erweiterung des Aufgabenbereiches: Durchführung und Auswertung von Umfragen zum Klassenklima
  • Teilnahme an der Entwicklungswerkstatt zum “Neuwieder Moderatorenmodell” (nach Wolfgang Wildfeuer)
  • Einladung von Herrn Wildfeuer nach Worms: gemeinsame Fortbildung von Streitschlichtern und SV
  • Konzept- und Namensänderung: aus den Streitschlichtern werden die Schülercoaches
  • Zusammenarbeit mit anderen Wormser Schulen, Mitarbeit im städtischen AK Gewaltprävention
  • Streitschlichtung in ein Gesamtkonzept des Sozialen Lernens einbinden
  • eine Kultur des wertschätzenden Miteinanders aller am Schulleben beteiligten Gruppen etablieren
  • Schülerinnen und Schülern Verantwortung übertragen und zum Engagement für die Schulgemeinschaft ermutigen
  • Günther Braun et al., Anders streiten lernen – Konflikte schlichten in der Sekundarstufe
  • Wolfgang Wildfeuer, Kommunikation, Moderation, Mediation
Projektbeschreibung

Dokumentation: Auf dem Weg zu einer anderen Gesprächs- und Konfliktkultur

Die Einführung der Schülerstreitschlichtung am RSG war mit großen Erwartungen verbunden: endlich eine Wunderwaffe gegen Streit! So suchte sich die erste Generation der Streitschlichter das Motto “SoS- Schule ohne Streit” aus.

Schnell merkten wir, dass eine Schule ohne Konflikte nicht unser Ziel sein konnte. Die Frage war vielmehr, wie man diese austragen und lösen kann, ohne dabei jemanden zu verletzen. Leider waren die meisten Schülerinnen und Schüler, die bei den Streitschlichtern Unterstützung suchten, von ihren Lehrern dorthingeschickt worden. Um einen besseren Kontakt zu den Jahrgangsstufen 5 und 6 zu bekommen, teilten wir die Streitschlichter auf die verschiedenen Klassen auf. Für jede Klasse waren die Ansprechpartner einmal pro Woche im Streitschlichterraum verfügbar. In den Gesprächen mit den jüngeren Schülerinnen und Schülern zeigte sich, dass es zwar viele Konflikte gab, diese aber oftmals entweder die ganze Klasse betrafen oder aber dass sich nur einer von zwei Streitenden wieder vertragen wollte. In beiden Fällen war das klassische Mediationsverfahren nicht einsetzbar.

So entwickelten die Streitschlichter einen Fragebogen zum Klassenklima, mit dem sie die ganze Klasse betreffende Konflikte thematisieren und auch ein wenig analysieren konnten. Im Anschluß wurden mehrfach Spielenachmittage zur Stärkung der Klassengemeinschaft durchgeführt.

Die Teilnahme an der Entwicklungswerkstatt zum “Neuwieder Moderatorenmodell” eröffnete uns ganz neue Perspektiven. Nach diesem Modell fungieren die Streitschlichter auch als Coaches und als Moderatoren.
Bei der gemeinsamen Fortbildung von SV und Streitschlichtern bei uns im Haus entstanden nicht nur die Grundlagen für ein erweitertes Aufgabengebiet der Streitschlichter, sondern auch eine Überarbeitung des vorhandenen SV-Konzeptes. Letzteres wurde seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Durch die Einführung des Klassenrates und Einbeziehung aller Jahrgangsstufen in die SV-Arbeit haben sich in den letzten beiden Schuljahren weitere Kooperationsmöglichkeiten ergeben. Momentan sind zwei Schülercoaches auch Mitglieder der SV und planen eine gemeinsame Fortbildung.

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