Von den Kinderrechten zur Kinderbeteiligung

Ein Projektbeispiel der Modellschule

Von Annette Richter-Göckeritz, Petra Stockhausen, veröffentlicht am 06.07.2015, Stand: 09.07.2015

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Von den Kinderrechten zur Kinderbeteiligung

Regenbogenschule Schalkenbach

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Gebt den Kindern eine Stimme und das Wort.

Annette Richter-Göckeritz, Rektorin

Die Schule ist ein Lern- und Lebensort der Demokratie.

Petra Stockhausen, Lehrerin

Erfahren Sie mehr über die Modellschule für Partizipation und Demokratie, an der dieses Projektbeispiel entstanden ist.

Projektübersicht

Unser Weg

ab 2005 zertifizierte gesundheitsfördernde Schule mit den Bausteinen:

  • bewegter und gesunder Lebensraum
  • bewegter Unterricht und bewegtes Lernen
  • individualisiertes Lernen
  • gesunde Ernährung
  • Persönlichkeitsstärkung/Gewaltprävention
  • Umweltbildung/ökologische Schule
  • Klimabotschafter für PLANT-FOR-THE-PLANET
  • Partizipation und demokratisches Lernen

ab 2012 Modellschule für Partizipation und Demokratie

  • neue Lern- und Leistungskultur
  • Entwicklungswerkstatt Kinderrechte
  • UNICEF – Juniorbotschafter seit 2012
  • Entwicklung eines systematischen und kontinuierlichen Schulentwicklungsprozess, indem Mitbestimmung, Partizipation und zukunftsfähiges Lernen im Mittelpunkt des Schullebens und Unterrichts stehen
  • individualisiertes und kompetenzorientiertes Lernen
  • Aufbau einer Anerkennungs- und Feedbackkultur
  • Konstruktive Leistungsmessung

gute Teamarbeit

den Blick öffnen:

  • Hospitationen an verschiedenen Reformschulen
  • Fachliteratur
  • Mut für Erproben, Etablieren und Verwerfen
Projektbeschreibung

Dokumentation: Von den Kinderrechten zur Kinderbeteiligung

Ebene 1: Schulöffnung
Das Recht auf Mitbestimmung, Mitgestaltung und Verantwortung für die Gesellschaft und die Umwelt

Demokratieerfahrung durch Mitbestimmung und Partizipation sowie die Förderung von Handlungs- und Gestaltungskompetenzen finden immer in Anbindung an Lernen und Unterricht statt. Die Projekte orientieren sich an den pädagogischen Leitgedanken der Schule und sind Schwerpunkte in den Lernzeiten: Projektlernen/SOL und Verantwortung. Mitsprache, aktive Mitgestaltung und Beteiligung von Kindern, Eltern, Lehrerinnen und außerschulischen Partnern sind durchgängige Prinzipien des Unterrichtsfachs “Verantwortung“. Entstanden sind folgende Projekte:
1. Klimabotschafter bei PLANT-FOR-THE-PLANET mit Schüler- Vorträgen in anderen Schulen über
Klimagerechtigkeit – Baum – Pflanzaktionen

Ebene 2: Schulklima/Schulleben
Das Recht auf Mitbestimmung, Mitgestaltung und Verantwortung an Entscheidungen des Schullebens und des Schulklimas

An der Regenbogenschule gibt es in jeder Klasse den wöchentlichen Klassenrat, das Schülerparlament, und die Schülervollversammlung. Zu den Aufgaben des Schülerparlaments gehört es, Anregungen aus den Klassen, aufzunehmen und Vorschläge der Schüler umzusetzen. Das Schülerparlament entwickelte eine Schülervereinbarung – Ich sage „ Ja“ zu den Rechten an unserer Schule – die alle Schüler unterschrieben haben.
Schüler als Vorbilder in verantwortungsvollen Schülerjobs prägen das Schulleben:
Pausenhelfer, Fit Kids, Spielzeugdienst, Lernpaten, Schulhefteverkauf, Gesundes Frühstück, …

Ebene 3: Unterricht und Lernen

Individualisierung und Kompetenzorientierung sind die Kernprinzipien des Gesamtunterrichts an der Regenbogenschule Schalkenbach und werden in einem rhythmisierten, fächerübergreifenden Schulalltag in altersgemischten Lerngruppen ermöglicht.

  • „Das Recht auf Lernen nach Neigung und Interesse“ in jahrgangsgemischten Kulturwerkstätten
  • „Das Recht auf Heterogenität und Individualisierung des Unterrichts“ im täglich fächerübergreifenden Lernbüro
  • „Das Recht auf individuelle Lernbegleitung“ Lehrerinnen als Moderatorinnen und Beobachterinnen entwickelten Instrumente für Lernentwicklungsdokumentationen und Zielvereinbarungen für Steuerung und Reflexion (Logbuch, Lernjournal, …)
  • „Das Recht auf Partizipation durch Transparenz und Würdigung des Lernerfolgs“ (Kompetenzrastern, Stufenplänen, Zertifikaten, …)
  • „Das Recht auf Partizipation durch Selbstevaluation” als Prinzip der neuen Feedback-Kultur mit regelmäßigen Feedbackgesprächen und Selbstevaluationen, in denen das Rederecht in erster Linie beim Kind liegt.

Stolpersteine:

  • Notengebung steht im Widerspruch zum individualisiertem Lernen
  • viel Zeit für Informations- und Aufklärungsarbeit

Durch transparente Lern- und Entwicklungsdokumentation (Lernjournal, Stufenpläne, Logbuch, Portfolio …) und Instrumente einer konstruktive Leistungsmessung (regelmäßige Lernbeweise, Kompetenzraster, Einschätzungsbögen, Feedbackgesprächen, …) haben wir einen Weg gefunden, das Lernen und die Leistung auch ohne Noten transparent und akzeptabel zu machen.

An unserer Schule werden regelmäßige Hospitationen und Infoabende angeboten, die Einblicke in unser Schulkonzept geben. Unsere Website, ein Logbuch für Eltern und ein Schulfilm geben weitere Informationen.

Andere Projektbeispiele

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