Projekt Lerncoach

Ein Projektbeispiel der Modellschule

Von Fr. Daumann, Fr. Krüger, Fr. Zierlein, Fr. Thrin, veröffentlicht am 06.07.2015, Stand: 09.07.2015

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Lerncoaches am FLG – Ältere Schüler unterstützen jüngere in einer „Eins-zu-Eins-Betreuung“

Frauenlob-Gymnasium Mainz

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Mein Lerncoach ist nur für mich da und hilft mir dabei, mein Leben zu organisieren.

Damian, Klasse 7

Hilfe zur Selbsthilfe bei den Jüngeren, Verantwortungsübernahme bei den Älteren.

Frau Schmidt, Lehrerin

Erfahren Sie mehr über die Modellschule für Partizipation und Demokratie, an der dieses Projektbeispiel entstanden ist.

Projektübersicht

Unser Weg

Bereits in der Zeit, als der erste Jahrgang 5 am FLG mit G8GTS startete, begann die pädagogische Leitung nach Lösungsmöglichkeiten für die Lernzeiten in Jahrgangsstufe 7 zu suchen, in der die Lernzeit nicht mehr fachgebunden abläuft, sondern als „allgemeine Lernzeit“, sodass für die Schüler das Organisieren des eigenen Lernens und des Lernstoffes zwangsläufig zentrale Aufgabe wird.

Infolge von Hospitationen und der konstruktiven „Durchleuchtung“ aller gängigen Konzepte des „peer-to-peer-Mentorings“ ist daraus am FLG nun ein komplexes pädagogisches Konzept erwachsen, in dem Lehrkräfte, FSJler und Lerncoaches zusammenarbeiten, um möglichst jedem Schüler (und auch jedem Lerntypen) eine erfolgreiche Gestaltung und Umsetzung seiner Lernzeiten in der höheren Sek I zu ermöglichen.

Die Lerncoaches im Sinne einer „peer-Betreuung“ und den damit einhergehenden ganz eigenen Kommunikationsmöglichkeiten als ein weiteres Element unseres Förderkonzepts zu etablieren, welches in einer GTS zwangsläufig für jeden Schüler insbesondere auch die „Selbstorganisation des eigenen Lernens“ als Voraussetzung für einen erfolgreichen Schulbesuch festschreiben und garantieren muss.

Die Schüler brauchen Zeit zum Erwerb der notwendigen Kompetenzen, zur produktiven Teilnahme am Klassenrat und an übergeordneten Versammlungen.

Die Lehrkraft muss beratend und unterstützend zur Seite stehen, wenn nötig eingreifen und sich an den richtigen Stellen mehr und mehr zurücknehmen.

Während Jogi nun aber für seine Arbeit Millionen scheffelt, werden unsere Lerncoaches gar nicht pekuniär entlohnt, sondern in Form eines Zertifikates als Beiblatt zum Jahreszeugnis. Der Dank und die Hochachtung der Schulgemeinschaft sind allerdings motivierendes Beiwerk – genauso wie die zwangsläufig mit dieser Arbeit einhergehende Wiederholung des eigenen Lernstoffs!

Und Fußballtrainer …, kann man dann immer noch werden …

Projektbeschreibung

Dokumentation: Projektdokumentation: Jogi Löw – der Inbegriff eines (Lern-)coach?

Vor ein paar Wochen, im Juni 2014, als noch alles gebannt nach Brasilien starrte und keiner wirklich zu träumen wagte, dass Deutschland tatsächlich Fußballweltmeister werden könnte, kursierten am FLG merkwürdig anmutende Flyer, auf denen stand: „Nicht nur Jogi kann es – auch DU kannst COACHEN!“ Dies war, nun im dritten Jahr, der diesjährige motivierende Auftakt der Lerncoach-Ausbildung.

Jetzt, zu Beginn des Schuljahres 2014/2015, ist Deutschland mit Jogis Hilfe Weltmeister …. – und das FLG hat 40 neue Lerncoaches! Der Zulauf war nämlich – wie bisher immer – immens, denn: Lerncoach zu sein ist etwas, worauf man am FLG stolz ist! Und während Jogis Jungs also dem Ball hinterher rannten und Deutschlands neue Helden werden wollten, saßen im FLG auch 40 potentielle kleine Helden, nämlich ausgewählte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10 und 11 in ihrer Ausbildung zu einer Funktion, in der sie im neuen Schuljahr der persönliche Held und Lernbetreuer einer Schülerin oder eines Schülers aus der 7. Klasse werden wollten und würden, um diese/n dann dabei zu unterstützen, das eigene Lernen zu organisieren.

Entscheidende 45 Minuten (in Brasilien …) und in jeder Schulwoche – denn diese Zeit verbringt ein jedes „Lernpaar“ miteinander. Dabei geben die Lerncoaches eben nicht in erster Linie Nachhilfe, sondern leisten ganz gezielt Hilfe zur Selbsthilfe. Jedes Treffen beginnt daher auch mit einer Klärung der Fragen: „Was ist zu tun? Wie planen wir die nächsten 45 Minuten? Sind alle Materialien vorhanden?“, u.v.m. Da aber ggf. auch Hilfestellung bei fachlichen Fragen oder Übungen notwendig wird, ist ein angemessener Notendurchschnitt neben den empathischen Fähigkeiten eine Voraussetzung, um Lerncoach werden zu können. „Wie motiviere ich meine Schützlinge? Wie gebe ich produktives Feedback?“ – derartige Fragen werden jeden Coach umtreiben und werden daher auch in der Ausbildung zum Lerncoach von Frau Thrin und Frau Zierlein, unseren Projetleiterinnen, sorgfältig besprochen. Erst dann teilen diese die „Lernpaare“ des nächsten Schuljahres zu; immer orientiert an den Stärken des Coaches und den Schwächen und Bedürfnissen des Siebtklässlers, die den Projektleiterinnen durch die Klassenleitungen, die der Stufenleitung Ende Klasse 6 ihren Bedarf an Lerncoaches melden, mitgeteilt werden.

Beim ersten Treffen mit „ihrem Schüler“ legen die Lerncoaches dann den Tag und Zeitpunkt im Rahmen unserer 90-minütigen Mittagspause fest, an dem sie sich fortan, i.d.R. wöchentlich, mit ihrem Schützling treffen wollen. Selbst gecoacht werden die Lerncoaches einmal im Monat in einem Treffen mit ihren Projektleiterinnen, in dem sie unter anderem die Arbeit evaluieren.

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